Motorrad fahren als Vater

  • Motorradfahren trotz Vaterschaft
  • Strasse ja, Rennstrecke ja
    86% [31]
  • Strasse nein, Rennstrecke nein
    6% [2]
  • Strasse nein, Rennstrecke ja
    8% [3]
  •  
    Abstimmungen insgesamt : 36
  • Motorrad fahren als Vater

Re: Motorrad fahren als Vater

Beitrag#46 von Pat SP-1 » 15.12.2017 12:26

Sehe ich genauso (sollte eigentlich aus meinen BeitrĂ€gen deutlich werden). Allerdings sehe ich die Gripreserve von 10-20% als zu iedrig an. In dem Bereich bewege ich mich auf der Rennstrecke, auf der Landstraße ist die Reserve meist deutlich grĂ¶ĂŸer. Um es an einer einfachen Rechnung zu erklĂ€ren: ich fahre auf der Straße selten ĂŒber ca. 40-45° SchrĂ€glage, und auch das nur bei sehr guten Bedingungen. Gute Straßenreifen machen aber heutzutage (bei guten Bedingungen ) locker 55° mit. Selbst der ja so unglaublich veraltete PiPo 2ct wurde seinerzeit damit beworben, dass er fĂŒr 51,2° (oder waren es 52,1?) SchrĂ€glage gut sei. Da tan(45°)=1 und tan(55°)=1,43 ist, bewegt sich die Gripreserve meist eher im Bereich von mehr als 50%.
Pat SP-1  Online
SV-Rider
 
BeitrÀge: 4039
 
Modell: SV650S
Farbe: Schwarz
Baujahr: 2000


Nach oben
 

Re: Motorrad fahren als Vater

Beitrag#47 von Streifenkarl » 15.12.2017 13:05

Pat SP-1 hat geschrieben:Sehe ich genauso (sollte eigentlich aus meinen BeitrĂ€gen deutlich werden). Allerdings sehe ich die Gripreserve von 10-20% als zu iedrig an. In dem Bereich bewege ich mich auf der Rennstrecke, auf der Landstraße ist die Reserve meist deutlich grĂ¶ĂŸer. Um es an einer einfachen Rechnung zu erklĂ€ren: ich fahre auf der Straße selten ĂŒber ca. 40-45° SchrĂ€glage, und auch das nur bei sehr guten Bedingungen. Gute Straßenreifen machen aber heutzutage (bei guten Bedingungen ) locker 55° mit. Selbst der ja so unglaublich veraltete PiPo 2ct wurde seinerzeit damit beworben, dass er fĂŒr 51,2° (oder waren es 52,1?) SchrĂ€glage gut sei. Da tan(45°)=1 und tan(55°)=1,43 ist, bewegt sich die Gripreserve meist eher im Bereich von mehr als 50%.


Du hast Recht, ich meinte eher sowas wie eine persönliche "Könnensreserve". Die verschiebt sich natĂŒrlich. Wenn ich ausgeschlafen bin, gut eingefahren, nach ein paar lĂ€ngeren Touren traue ich mir mehr zu als bei der ersten lĂ€ngeren Ausfahrt im FrĂŒhjahr.

100% sind fĂŒr mich, dass ich da mit dem Tempo gefahrlos um die Ecke komme. Wenn aber eine unvorhersehbare Situation entsteht; Auto parkt in der Kurve, Schotterfleck, Ölspur und sonstige SpĂ€ĂŸe, dann wĂ€re ich quasi chancenlos.

Deshalb 80%, wo so eine Situation dann zumindest potentiell lösbar ist.


LG
Streifenkarl  Offline
SV-Rider
 
BeitrÀge: 71
 


Nach oben
 

Re: Motorrad fahren als Vater

Beitrag#48 von Ferengi » 15.12.2017 18:27

Ich schließ mich Karl und Pat an.

Btw, nimm die Kleine so schnell wie möglich mit zur Renne.
Wir brauchen dringend weiblichen Motorsportnachwuchs. :) :)
Ferengi
 
 


Nach oben
 

Re: Motorrad fahren als Vater

Beitrag#49 von kohoki666 » 15.12.2017 20:42

Also an deiner Stelle wĂŒrd ich einfach weiterfahren, so es zeitlich und finanziell ĂŒberhaupt möglich ist.
Ich bin damals als ich 18 war eine Kawa 1000 GPZ gefahren. Jung und dumm ist man ja unsterblich, der eigenen Meinung nach :-)
GefÀhrdet hab ich beim Fahren niemand. Aber wenn auf der Strasse nichts los war bin gefahren als gÀbe es kein Morgen weil mir kann ja nichts passieren.
Ist jetzt auch nicht die richtige Einstellung aber so war das halt damals. Mit 26 haben wir dann unser erstes Kind bekommen und 1,5 Jahre spÀter unser Zweites.
Da war dann nicht viel mit fahren. Das ging finanziell nicht durch Umzug und Hauskauf und zeitlich auch nicht. Ich war gut BeschÀftigt da ging mir das Fahren gar nicht so ab.
Vor drei Jahren hat sich dann mein Bruder eine XJR 1300 gegönnt. Hab ich mir auch nicht viel dabei gedacht und gut wars. Aber ein Jahr spÀter im Sommer hat mich meine
Freundin gefragt ob wir nicht mal eine Runde fahren könnten. Also Bike vom Bruder geborgt und ab auf einen Tagesausflug. Und schau da es hat gleich wieder einen mörder Spass gemacht :-)
Wie ein SĂŒchtler angefixt :D :D Na aus der einen Tour wurden mehrere und es wurde klar, es muss was eigenes her. ZufĂ€lligerweise hat ein Freund heuer seine SV 650 verkauft, die hab ich mir
gleich organisiert. Frauchen bekommt auch einen fahrbaren Untersatz im FrĂŒhjahr und dann dĂŒsen wir zusammen los.
Aber es stimmt schon, man fĂ€hrt anders wenn man Kinder hat, zumindest trifft das auf mich zu. Ich denk mir einfach alle anderen auf der Strasse sind Vollpfosten und fahre dementsprechend um auch deren etwaige Fehler auszugleichen. Vertrauensgrundsatz kann man gleich mal vergessen. Ich vertrau da nicht drauf das die Anderen die Verkehrsregeln kennen und sich dementsprechend verhalten. Das hilf nĂ€mlich leider nicht wenn man dann auf einer Motorhaube aufschlĂ€gt weil dir wer die Vorfahrt genommen hat. Und so fahr ich eigentlich recht gut mit der Einstellung. Wichtig ist auch das das Motorrad in gutem Zustand ist, das sollte ja wohl selbstverstĂ€ndlich sein. Dann hat man alle Risiken eliminiert die möglich sind. Mehr kann man eh nicht machen. Unfall kann man auch mit dem Auto, als FußgĂ€nger oder zu Hause beim Putzen haben.
Ich drĂŒck auch nicht mehr an wie ein Wahnsinniger. Ich fahr schon gern noch kurvige Strecken. Aber nicht mehr wie ein irrer auf und ab um schneller zu werden und mehr in SchrĂ€glage zu kommen. Ich fahr lieber irgendwohin wo ich mir was neues ansehen kann und die Umgebung genieße. Macht auch viel Spass. Das muß halt jeder selbst entscheiden. FĂŒr mich passt das.
Rennstrecke war nie meins. Mir war das immer zu fad. Du drehst deine Runden, immer und immer wieder und kommst nirgends hin. War nichts fĂŒr mich. Aber jeder wie er mag.


so das wars jetzt mal von mir zu dem Thema.
kohoki666  Offline
SV-Rider
 
BeitrÀge: 13
Wohnort: Österreich, Niederösterreich, Bezirk Neunkirchen
 


Nach oben
 

Re: Motorrad fahren als Vater

Beitrag#50 von dieser_timm » 02.07.2018 17:11

Gute Frage,

seit ich Papa bin, fahre ich 30% weniger schnell... Meine Tochter fÀhrt "leider" in meinem Kopf immer mit. Ordentlich ballern ist nicht mehr.
#derhaselÀuft
dieser_timm  Offline
SV-Rider
 
BeitrÀge: 12
Wohnort: Krefeld
 


Nach oben
 

Re: Motorrad fahren als Vater

Beitrag#51 von Pat SP-1 » 02.07.2018 17:31

Und dabei heißt es doch, ein Kind macht 1-2 Sekunden schneller :mrgreen:

Eigentlich macht mir auch viel mehr Sorgen, wie es sein wird, wenn sich die Kleinen das erste Mal beim Mopedfahren verletzen...

kohoki666 hat geschrieben: Ich fahr schon gern noch kurvige Strecken. Aber nicht mehr wie ein irrer auf und ab um schneller zu werden und mehr in SchrĂ€glage zu kommen. Ich fahr lieber irgendwohin wo ich mir was neues ansehen kann und die Umgebung genieße.

Das geht mir auf der Straße auch so. Einfach zu fahren ohne Ziel reizt mich nicht so (außer halt mal ein mehr oder weniger langer Umweg auf dem Weg zum Ziel).
Und fĂŒr das "wie ein Irrer fahren" gehe ich dann halt hin und wieder auf abgesperrtes GelĂ€nde...
Pat SP-1  Online
SV-Rider
 
BeitrÀge: 4039
 
Modell: SV650S
Farbe: Schwarz
Baujahr: 2000


Nach oben
 

Re: Motorrad fahren als Vater

Beitrag#52 von Metalhead71 » 03.07.2018 15:53

Ich hab auch 2 Kinder (2 und 10). Ich bin zu sehr Egomane, als dass ich dieses Hobby an den Nagel hĂ€ngen wĂŒrde. Allein als ich mein letztes Motorrad vor 8 Jahren verkauft habe........ich fahr seit meinem ersten Kind nicht mehr viel (1000 bis 3000 pro Jahr), aber die 5 Tage ohne Bock in der Garage bis ich die SV geholt, die 5 Tage hat echt was gefehlt - auch wenn ich in den 5 Tagen sowieso nicht gefahren wĂ€re.

Mein Vater kann das ĂŒberhaupt nicht nachvollziehen. Meine Frau akzeptiert es, es bleibt ihr allerdings auch kaum was anderes ĂŒbrig.
Mein Àlteres Kind habe ich dieses Jahr angefixt, der fÀhrt sehr gerne mit :D
Langsamer fahre ich seit Kinder da sind nicht, aber ich bin eh nicht der Heizer.

Sterben mĂŒssen wir alle mal. Es gibt vermutlich "bessere" Zeitpunkte als wenn die Kinder zwischen 0 -20 sind. Aber ich sehe auch Menschen auf andere Arten sterben. NatĂŒrlich ist mir das Risiko Motorradfahren ein Begriff. Aber es muss mich ja nicht treffen.
Rock Hard - Ride Free
R.I.P. Lemmy 24.12.1945 - 28.12.2015
Metalhead71  Offline
SV-Rider
 
BeitrÀge: 893
Wohnort: Hannover
 


Nach oben
 

Re: Motorrad fahren als Vater

Beitrag#53 von Pat SP-1 » 03.07.2018 16:56

Metalhead71 hat geschrieben:Ich hab auch 2 Kinder (2 und 10). [...]
Mein Àlteres Kind habe ich dieses Jahr angefixt, der fÀhrt sehr gerne mit

Schon 10 und fÀhrt noch nicht selbst :?:
Hier bietet die Gemeinde fĂŒr Kinder ab 6 Jahren Motocross als Ferienprogramm an. Der Mopedclub, der es veranstaltet, lĂ€sst auch schon jĂŒngere fahren, sofern sie dazu in der Lage sind. Die haben dazu ein paar kleine Mopeds (2x PW50 als kleinstes) und etwas AusrĂŒstung, die sie verleihen und dann können die Kiddies im Sommerhalbjahr etwa alle 4 Woche an einem Samstag nachmittag fahren. Das ist echt eine super Sache.
Pat SP-1  Online
SV-Rider
 
BeitrÀge: 4039
 
Modell: SV650S
Farbe: Schwarz
Baujahr: 2000


Nach oben
 

Re: Motorrad fahren als Vater

Beitrag#54 von Metalhead71 » 04.07.2018 11:23

Reizt ihn -noch- nicht. Zaghaft versucht ihn mal zu nem MC zu schleppen hab ich schon.
Rock Hard - Ride Free
R.I.P. Lemmy 24.12.1945 - 28.12.2015
Metalhead71  Offline
SV-Rider
 
BeitrÀge: 893
Wohnort: Hannover
 


Nach oben
 

Re: Motorrad fahren als Vater

Beitrag#55 von Pat SP-1 » 04.07.2018 12:44

Wenn es ihn nicht reizt, dann nicht. Kinder zu so was drĂ€ngen, bloß weil die Eltern es cool finden, ist auch blöd.
Meiner wollte schon mit 3 anfangen, da andere Kinder im Kindergarten auch Motocross fahren. Letzten Herbst waren wir zum ersten Mal mit ihm dort. Da war er 4 1/4 aber er durfte dann nicht fahren, weil ihm einfach noch Kraft gefehlt hat. Der Gasgriff bei der PW war so schwergĂ€ngig, dass er nicht geschafft hat, ihn zu drehen ohne die Augen zu zu kneifen. Es war aber dann eh der letzte Termin und er hat es gefasst aufgenommen, nicht fahren zu dĂŒrfen. Außerdem war es an dem Tag auch so schlammig, dass das wahrscheinlich eh schief gegangen wĂ€re. Seit diesem FrĂŒhling darf er fahren. Am WE ist er zum 3. oder 4. Mal gefahren und er ist total begeistert. Er ist dann auch das erste Mal ĂŒber einen SprunghĂŒgel gefahren und dort gleich ĂŒber einen großen Stein gestĂŒrzt. Nach kurzer Heulattacke wollte er aber weiter machen und nachher fand er es sogar cool, vor dem Sturz ein StĂŒck auf dem Lenker liegend gefahren zu sein...
Pat SP-1  Online
SV-Rider
 
BeitrÀge: 4039
 
Modell: SV650S
Farbe: Schwarz
Baujahr: 2000


Nach oben
 

Re: Motorrad fahren als Vater

Beitrag#56 von Kenny » 04.07.2018 16:25

Seh den Thread gerade jetzt erst.
GlĂŒckwunsch nachtrĂ€glich.

Ich bin derzeit in einer Ă€hnlichen Situation, aber dreißig Jahre Ă€lter.
Hab schon viele Kollegen durch das Fahren verloren. Allerdings noch mehr ohne Mopped.

Ich habe mich intensiv mit den Unfallursachen beim Motorradfahren beschÀftigt.
Ursache Nr. 1 ist mit großem Abstand der entgegenkommende Linksabbieger, der einen ĂŒbersieht oder falsch einschĂ€tzt.
Ganz ĂŒbel.

Nummer 2 ist der Sturz durch nicht angepasste Geschwindigkeit.

Alles andere kommt weit dahinter.

Wenn Du Dir jetzt also einen knallgelben Helm zulegst, peinlich auf entgegenkommende Linksabbieger achtest und nicht stÀndig den Bodenkontakt mit den Rasten suchst, bist Du 85% aller Gefahren beim Motorradfahren aus dem Weg gegangen.
Die Verantwortung dafĂŒr liegt bei Dir und Deiner rechten Hand.


Ich jedenfalls fahre jetzt, wo mein Keks drei Jahre alt ist, wieder.
GrĂŒĂŸe Kenny
Kenny  Offline
SV-Rider
 
BeitrÀge: 144
Wohnort: Aachen
 
Modell: SV650S
Farbe: Noch blau
Baujahr: 2002


Nach oben
 

Re: Motorrad fahren als Vater

Beitrag#57 von KolbenrĂŒckholfeder » 04.07.2018 18:52

Genau so ist das. :top: :top:

Nur die Sache mit dem "ich will gesehen werden" klappt bei vielen nicht.

Auf der Renne kann es nicht bunt genug sein was Kleidung und Helm angeht.
Auf der LS juckeln die Leute in coolen licht-absorbierenden Outfits rum und glauben dass der eingeschaltete Scheinwerfer das alles locker herausholt was die Sichtbarkeit durch andere angeht.
- Nein, das tut er nicht, die FlÀche macht es (Leuchtdichte/LichtstÀrke/FlÀche). :search:
Dagegen ist ein Helm in bunter gesĂ€ttigter Farbe sehr gut zu sehen (also nicht in Schwarz, Weiß oder Grau). :top:

Werden solche elementaren Dinge wie vom Vorredner und hier beschrieben berĂŒcksichtigt, nimmt das dem Mopedfahren schon eine Menge an Gefahren.
Das erleichtert die Sache mit der Verantwortung ungemein.
Linke Hand zum Gruß.
KolbenrĂŒckholfeder  Offline
SV-Rider
 
BeitrÀge: 5384
Wohnort: Elefantenstadt am Rande vom Pott
 


Nach oben
 

Re: Motorrad fahren als Vater

Beitrag#58 von saihttaM » 04.07.2018 21:26

:ACK:
Gruß, Mattis
Es tut mir... ach was, ich wĂŒrd's wieder tun! :D
Meine Post-Knubbel-S
Die BerĂŒhmtheit mancher Zeitgenossen hĂ€ngt nur mit der Blödheit der Bewunderer zusammen.
saihttaM  Online
SV-Rider
 
BeitrÀge: 3325
Wohnort: Extertal
 
Modell: GS500E
Farbe: Schwarz
Baujahr: 1992



Nach oben
 
Vorherige

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast